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Film: Wilma will mehr

Elektrikerin, Maschinistin, Obst-Expertin: Wilma (Fritzi Haberlandt) ist eine Frau mit vielen Talenten, Zertifikaten – und Enttäuschungen. Ende der 1990er-Jahre lebt sie im Lausitzer Braunkohlerevier, verlässt jedoch die Heimat Richtung Wien, als sie von der Untreue ihres Ehemanns erfährt und den Job im Baumarkt verliert. Mit Mitte 40 muss sie quasi bei Null anfangen. Schon bald repariert sie sich durch den Wiener Speckgürtel, landet in einer linken Bohemian-WG, wird Fachfrau für Instandsetzungen aller Art und sogar Lehrerin in einer Tanzschule. Zwischen Walzer und Elektro-Installationen entdeckt sie fast vergessene Gefühle: verliebt und glücklich sein, die aufgeregte Hoffnung auf etwas Neues. Hineingeworfen in die Unsicherheiten einer Zukunft, in der alles möglich scheint, wird Wilma ein anderer Mensch. Regisseurin Maren-Kea Freese erfreut mit einem ausgesprochen einfühlsamen, hoffnungsvollen Charakterporträt, das von schrägem Humor durchzogen ist. „Passend zum herben Charme der Hauptdarstellerin ist auch der Film eine eher zurückhaltende Tragikomödie, in der es um Selbstfindung, Neuanfang und Optimismus geht.“ (Programmkino.de)
Deutschland 2025 • 112 Min. • FSK: ab 0 J.
Regie: Maren-Kea Freese
Mit: Fritzi Haberlandt, Thomas Gerber, Stephan Grossmann, Meret Engelhardt, Valentin Postlmayr, Simon Steinhorst, Xenia Snagowski u. a.
Text: Stephan Zabka

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